Chart Geschichten

CD-Charts und ihre verschieden berechneten Variationen

Die Erhebung der CD-Charts (insbesondere, wenn es um den Verkauf von CDs im direkten Einzelhandel geht) führt die Firma "Media Control GfK International" durch. Das Unternehmen ist auch mit den Veröffentlichungsrechten betraut und mit deren Vermarktung. Die Branchenzeitschriften "Der Musikmarkt" wie auch die "Musikwoche" sind hier wesentliche Organe.

Als die Charts (der Schallplatten damals) zum ersten Mal eingeführt wurden, konnte man sich direkt an den Absatzzahlen von Tonträgern orientieren. Dies jedoch änderte sich und man passte die Ermittlung der Tonträgerverkaufszahlen den entsprechenden Errungenschaften der modernen Technik an. So ändert sich auch heute stetig die Art und Weise, wie CD-Charts erhoben werden und auch der Charakter der Charts überhaupt. Nämlich zukünftig sind - auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene - immer weniger die CD-Charts selbst ausschlaggebend für die Entwicklung der Hitparaden. So müssen auch nicht die 2.000 Verkaufsstellen im Bundesgebiet nicht mehr zur Hochrechnung dienen - auf lange Frist jedenfalls. Denn immer mehr wird gemessen und ist es entscheidend, wieviele Nutzer legale Downloads tätigen. Dies gewinnt immer mehr an Bedeutung im digitalen Zeitalter - denn grundsätzlich vermeidet man als Verbraucher der Gegenwart den Gang zu einem Geschäft, wenn die gewünschten Artikel im Online-Shop günstiger erhältlich sind (was natürlich für Musikdownloads ohne Frage zutrifft).

Natürlich gibt es auch CD-Charts ganz anderer Natur: Hier ist die Rede von CDs oder Alben, die von Rundfunkredakteuren und -moderatoren in ihren jeweiligen Sendungen vorgestellt werden. Es muss dies nicht immer auf die wirklich neuesten Erscheinungen bezogen sein - die Qualität eines Musikstücks erhöht sich ohnehin nicht dadurch, dass es neueren Datums ist. Sondern wichtig ist die allgemeine Beliebtheit und auch die Anerkennung durch die Medien.

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